STS
STS bedeutet im Speichercampus-Kontext: schnelle Umschalteinrichtung für Ersatzstrom- oder Inselbetrieb. Fachlich wird der Begriff häufig als Static Transfer Switch beschrieben.
Was bedeutet STS?
Der Static Transfer Switch ist eine elektronische Umschalteinrichtung, die definierte Verbraucher bei Netzausfall vom Netz auf den Speicher umschaltet — beim OmniCube A215 in unter 20 ms. Halbleiterschalter machen die Umschaltung so schnell, dass Steuerungen, IT und viele Antriebe unterbrechungsarm weiterlaufen.
Wichtig ist die Abgrenzung: Ein STS macht den Speicher ersatzstromfähig, aber nicht zur USV. Eine USV überbrückt komplett unterbrechungsfrei; das STS schaltet extrem schnell um. Für die meisten Gewerbeverbraucher reicht das — hochsensible Einzelgeräte brauchen weiterhin eigene Absicherung.
Worauf es in der Praxis ankommt
- Umschaltzeit und zulässige Unterbrechung der Zielverbraucher abgleichen
- Netztrennung und Schutzkonzept gehören zwingend zur STS-Planung
- Anlaufströme der Ersatzstromkreise begrenzen die anschließbare Last
- Rückschaltung bei Netzwiederkehr muss definiert sein
Praxisbeispiel
Bei einem Milchviehbetrieb fällt das Netz aus. Das STS schaltet Melktechnik, Kühlung und Steuerung in unter 20 ms auf den Speicher — die Anlagen laufen durch. Das Beleuchtungsnetz und unkritische Verbraucher bleiben bewusst außen vor, damit die Reserve reicht.
Speichercampus-Einordnung
STS-Projekte plant Speichercampus immer über ein Ersatzstromkonzept: Verbraucherliste, Leistungsbilanz, Anlaufströme, Überbrückungsdauer. Die schnelle Umschaltung ist ein Werkzeug — die Planung entscheidet, ob sie trägt.